Mission failed?

Arbeitgeber wirklich ernsthaft bemüht?

Bericht von der Klausurtagung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat

Nachdem die Bündnis-Technik Betriebsräte mühsam und beharrlich eine Mehrheit der restlichen Betriebsräte davon überzeugen konnte per Beschluss festzustellen, dass sich die Rahmenbedingungen zu challenge.de geändert haben wurde der Arbeitgeber aufgefordert Zahlen zu liefern um den Erfüllungsgrad zur Umsetzung gemeinsam beschlossener Maßnahmen zu überprüfen.

Der Betriebsrat hat sich im Rahmen einer Klausurtagung mit dem Arbeitgeber zusammengesetzt um einen Statusbericht über die Maßnahmen zu erhalten, die der Arbeitgeber im Rahmen von challENGe.de mit dem Betriebsrat vereinbart hat.

Wir erinnern uns:

Sowohl Betriebsrat, Gewerkschaft und Gewerkschaftsmitglieder der PD ENG waren zwecks Abwendung einer Schließung der PD ENG, zur Absenkung von Arbeitsbedingungen über Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge bereit um ein Downgrading auf 1300 MA im Bundesgebiet zu begrenzen. Diese Zugeständnisse entfalteten sofort Ihre Wirkung auf die Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen.

Im Gegenzug hat sich der Arbeitgeber zur Umsetzung von 72 Einzelmaßnahmen verpflichtet, die er in einem Booklet dokumentierte.

Auf der Klausurtagung sollte es nun zur Überprüfung der 72 Einzelmaßnahmen kommen. Der Arbeitgeber hat die 72 Einzelmaßnahmen in 5 Cluster zusammengefasst, sodass eine Bewertung der einzelnen Maßnahmen nicht vorgenommen werden konnte. Bei der Betrachtung des Erfüllungsgrades der Cluster wurde jedoch sehr schnell klar, dass...

  1. der Arbeitgeber anstatt des bisher angeblich unabdingbaren Personalabbaus massiv Mitarbeiter einstellt und weiterhin eine Rekrutierungskampagne betreibt. Die Anzahl des Stammpersonals der PD wird hierdurch gegenüber dem Zielwert mehr als verdoppelt!
  2. der Arbeitgeber einseitig, ohne Einbeziehung der Gewerkschaft und des Betriebsrates das Einsparpotential pro Maßnahmen neu bewertet hat
  3. der Arbeitgeber einseitig einen neuen Faktor "Risiko" eingeführt hat
  4. der Arbeitgeber einseitig plant einige Einzelmaßnahmen nicht mehr im Vertragszeitraum umzusetzen und somit faktisch abgemeldet hat.
  5. der Arbeitgeber einseitig das Risiko einkalkuliert, den angeblich bisher unabdingbaren angestrebten Kostensatz in der Vertragslaufzeit nicht zu erreichen, sondern erst im Jahr 2031(!) ein Kostensatz zu erzielen, welcher 10$ über dem Zielkostensatz liegen wird.

Für uns bleibt die Frage offen, ob es dem Arbeitgeber primär darum ging die Lohnkosten allein auf den Rücken der Arbeitnehmer zu senken ohne dabei ernsthaft die vertraglich vereinbarten, eigenen Maßnahmen zu verfolgen.

Die Arbeitnehmer leisten bisher den alleinigen Beitrag zu challENGe.de und zwar zu 100% von Anfang an!

Wir fordern die Gewerkschaft auf ihre Untätigkeit zu beenden und diese Erkenntnisse zum Anlass zu nehmen, gemäß §6 Abs2 des Tarifvertrages zum Arbeitszeitkorridor der PD ENG, mit dem Arbeitgeber in Verhandlungen einzutreten um die 39,5std/Woche abzuschaffen, auszusetzen oder zu bezahlen.

Nach hitzigen Diskussionen wurde vereinbart, dass dem Betriebsrat eine komplette und ausführliche Übersicht über den Status der 72 Einzelmaßnahmen in einer weiteren Klausurtagung vorgelegt wird.

Auch über das Ergebnis dieser Klausurtagung werden wir berichten.

Wir sorgen für Transparenz

Eure

 Betriebsrte Bndnis Technik 350px

 

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