Wie geht es weiter?

Die brennende Frage, die derzeit überall diskutiert wird ist: "Wie geht es nach dem Jahreswechsel weiter?"

Wir zeigen mögliche Szenarien auf.

Szenario 1: Verlängerung der Kurzarbeit

Geplant ist, die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld von maximal 24 Monaten und die in der Krise eingeführten Zugangserleichterungen um weitere drei Monate bis zum 31. März 2022 zu verlängern. Ein entsprechender Verordnungsentwurf sei in die Abstimmung innerhalb der Regierung gegeben worden.

Es ist also davon auszugehen, dass die Verlängerung der Kurzarbeit auf einer der nächsten Sitzungen im Bundestag positiv entschieden wird. Damit würde es für uns so weitergehen wie bisher. Das würde zusätzliche Sicherheit geben und lässt uns positiv in das nächste Jahr blicken. Durch die Übernahme des Großteils der Lohnkosten wäre erst einmal sowohl für unseren Arbeitgeber als auch für uns Beschäftigte ein großer Druck genommen. Wir sehen es daher nicht für notwendig an, irgendetwas an den Tarifverträgen und der Arbeitszeit zu verändern.
Quelle:https://www.spiegel.de/wirtschaft/erleichterter-zugang-zu-kurzarbeit-soll-verlaengert-werden-a-b7e41d68-1d85-485f-988b-f4229c687584-amp

Szenario 2: Flächendeckende Vollbeschäftigung
Nach derzeitigem Stand läuft das Kurzarbeitergeld am 31.12.2021 aus. Sowohl gemäß Auskunft des Tarifsekrerärs der ver.di auf der letzten Betriebsversammlung als auch aus offiziellem Newsletter der Gewerkschaft "finden keine offiziellen Gespräche zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft" statt. Allerdings muss man bei Aussagen des Gewerkschaftssektrretärs genau hinhören. Denn wenn OFFIZIELL keine Gespräche stattfinden, heißt das noch lange nicht, dass INOFFIZIELL auch keine Gespräche stattfinden. Daher ist Szenario 3 durchaus eine realistische Annahme.

Szenario 3: Korridore von 32 Std/Wo bis 39 Std/Wo
Obwohl, es wie oben beschrieben, offizielle Verlautbarungen der Gewerkschaft gibt, dass offiziell keine Gespräche stattfinden, hat sich im Engine-Bereich ein Vertrauensmann auf "eine Kiste" gestellt und verkündet, dass tatsächlich gesprochen wird. Derzeit überlegt man in Bereichen mit reduziertem Arbeitsaufkommen die 32 Std/Wo einzuführen, und in Bereichen mit hohem Arbeitsaufkommen die 39/Std/Wo einzuführen. Wobei die 39Std/Wo voll zur Auszahlung kommen soll. Das machen Arbeitgeber in der Regel auch ohne eine Gewerkschaft. Für eine derart willkürliche Festsetzung von Arbeitszeit benötigt man keine Gewerkschaft. 

Wir halten das Eintreten von Szenario 1 für sehr wahrscheinlich.
Unsere Haltung dazu ist - Entscheidung zum Referentenentwurf abwarten - Bis dahin: Hände weg von unseren Tarifverträgen!

Wir reden nicht - wir machen!
Deine Kolleginnen und Kollegen vom

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