challENGE.de - Bericht zur 3. Klausurtagung

Der Betriebsrat hatte sich im Vorfeld im Detail mit dem Statusbericht des Arbeitgebers zu den 72 challENGE.de Maßnahmen  auseinandergesetzt. Die 3. Klausurtagung hatte das Ziel, die Fragen, die im Rahmen der Prüfung durch den Betriebsrat aufgetreten sind, gemeinsam mit dem Arbeitgeber zu klären und in Sondierungsgespräche einzutreten, die die Basis für künftige Verhandlungen darstellen.

 

Nach dieser Klausurtagung bleibt nunmehr festzustellen:

  1. Die Arbeitnehmer haben zu 100% ihren Beitrag erfüllt.
  2. Der Arbeitgeber hat in vielerlei Hinsicht die vertraglich vereinbarten Maßnahmen nicht erfüllt. Die Gründe hierfür sind unter anderem:
  • Der Einspareffekt tritt entgegen der ursprünglichen Annahme des Arbeitgebers nicht ein.
  • Zieltermine können nicht gehalten werden. Die Umsetzung erfolgen teilweise erst im Jahr 2026 gegenüber der ursprünglichen Planung (Dez.2018!).
  • Maßnahmen sind zum Teil nicht begonnen und werden auch nicht mehr umgesetzt.
  • Der vereinbarte Zielwert wird innerhalb der Vertragslaufzeit nicht erreicht! Der Arbeitgeber hält es für möglich, einen Zielwert zu erreichen der 10% über dem vertraglich vereinbarten liegt.

Gewerkschaft glänzt durch Abwesenheit

Bereits im Vorfeld der Tagung haben die Betriebsräte klargemacht, dass die Teilnahme der Gewerkschaft an den Klausurtagungen unabdingbar ist. Die challENGE.de-Verträge sind ein Ergebnis von allen drei Vertragsparteien. Die Gewerkschaft sollte daher ebenso vom Status der Maßnahmen ins Bild gesetzt werden, um zu erkennen, dass sich die Voraussetzungen gemäß §6 Abs. des Tarifvertrages zum Arbeitszeitkorridor geändert haben und somit die 39,5std/Wo. abgeschafft oder ausgesetzt werden muss.

Seit Abschluss der Verträge ignoriert die Gewerkschaft beharrlich die Arbeit die Interessen der Kolleginnen und Kollegen zu vertreten. Wir konnten jedoch im Rahmen der Tagung erfahren, dass der Arbeitgeber das Interesse hat, die Einstiegsgehälter anzuheben und die Endstufen abzusenken. Hierzu hat es offensichtlich bereits Gespräche mit der ver.di gegeben.

Wenn der Arbeitgeber die Gewerkschaft zur Umsetzung eigener Interessen benötigt, ist die Gewerkschaft stets im Empfangsmodus. Sofern es jedoch darum geht berechtigte Interessen der Mitglieder zu vertreten, stellt sich die Gewerkschaft taub.

Aufgrund der Abwesenheit der Gewerkschaft haben die Betriebsräte des Bündnis-Technik die Rolle des Fordernden übernommen. Wir sind der Ansicht, dass der Betrieb zur Erreichung von plus 300 Shop-events hierzu entsprechende Kapazität benötigt. Dies ist mit einer 37,5 Std/Wo. und aktueller Motivationslage nicht zu realisieren. Daher schauen wir nicht zurück, sondern nach vorn. Wir schlagen folgende Eckwerte vor:

  • Sofortige Beendigung des bisherigen Arbeitszeitkorridor 39,5 Std./ Woche unbezahlt durch Nutzung des §6 (2) des Tarifvertrages "Arbeitszeitkorridor... Bereich WT".
  • Stattdessen die Nutzung eines regulären und somit temporären Arbeitszeitkorridors von 40 Std./ Woche bei vollem Lohnausgleich zur 37,5 Std/ Woche, also volle Bezahlung der zusätzlichen 2,5 Std! Hierdurch soll die PD die Möglichkeit erhalten die neu eingestellten Kollegen/innen vernünftig einzuarbeiten und zu qualifizieren sowie die Arbeitsprozesse trotz der hohen Einlastung stabilisieren zu können.
  • Direkte Mitwirkung bei der Gestaltung von Schichtplänen durch die betroffenen Kolleginnen und Kollegen (Neue Wege).
  • Abschaffung der starren Arbeitsanfangszeiten,
  • Sofortiger Eintritt in zielorientierte Verhandlungen.

Wir hoffen, dass diese Forderungen mehrheitlich eure Zustimmung finden.

Eure

Betriebsrte Bndnis Technik 350px

 

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